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馬習會落幕 德媒:只有傻瓜才會相信北京

週日 2015年11月08日, 11:51 下午【點此取得本文短網址】

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總統馬英九(左)7日在新加坡香格里拉飯店與中國大陸領導人習近平(右)會面。這是兩岸自1949年分治66年以來,雙方領導人首次會面。(資料照,記者廖振輝攝)
2015-11-08 23:49

〔即時新聞/綜合報導〕「馬習會」雖已落幕,但後續議題仍持續發酵,兩岸關係未來的發展值得進一步注意,外國媒體也爭相報導此事,而德國第一電視台駐上海記者對「馬習會」評論極為犀利:「只有傻瓜,才會相信北京。」

德國第一電視台駐上海記者對「馬習會」評論極為犀利:「只有傻瓜,才會相信北京。」(圖擷取自網頁)

根據《新唐人》引述德國第一電視台的報導,該台駐上海記者馬庫斯(Markus Rimmele)報導「馬習會」時,更進一步指出:「中國和台灣之間的歷史性會晤,雙方都非常友好。然而,看看香港的發展,台北應該有所警惕,只有傻瓜才會相信中國共產黨。」

報導提及中國共產黨未遵守1997年對香港的承諾,強調從去年的「雨傘運動」中就可看出,呼籲台灣民眾應審慎考慮,他們如何理解北京強權的客氣話。

Nur ein Narr würde Peking vertrauen

Stand: 07.11.2015 16:10 Uhr

Die Gesten beim historischen Treffen zwischen China und Taiwan waren überaus freundlich. Doch mit Blick auf die Entwicklung in Hongkong sollte Taipeh gewarnt sein, meint Markus Rimmele. Denn nur ein Narr würde den chinesischen Kommunisten vertrauen.

Von Markus Rimmele, ARD-Hörfunkstudio Shanghai

China und Taiwan gehen aufeinander zu. Wer könnte sich nicht darüber freuen? Jahrzehntelang herrschte zwischen den beiden chinesischen Kontrahenten ein kalter Krieg, der mehrfach drohte, sich in einen heißen zu verwandeln. Peking hält mehr als 1500 Raketen auf Taiwan gerichtet und droht unverblümt mit einer Invasion, sollten die Taiwaner ihre Unabhängigkeit erklären.

Taipeh wiederum lässt sich von den Amerikanern mit Waffen beliefern, um der stets wachsenden Macht vom Festland etwas entgegenzusetzen. Ein Taiwan-Krieg könnte am Ende sogar die Großmächte China und USA in den bewaffneten Konflikt stürzen. Ein Alptraum.

Skepsis der Taiwaner ist angebracht

Da ist es wohltuend zu sehen, wie sich neue Gesprächskanäle öffnen, wie Chinas Präsident Xi Jinping mit einem Tabu bricht und den Taiwanern auf Augenhöhe begegnet, ja wie fast so etwas wie Herzlichkeit beim Treffen zwischen Xi und seinem Amtskollegen Ma Ying Jeou aus Taiwan zu spüren war.

Wer würde sich nicht freuen, wenn sich in dieser derzeit immer friedloseren Welt ein Konflikt mal gütlich lösen würde – durch Händeschütteln, Sprechen, Kooperation?! Eine gute Entwicklung. Oder doch nicht? Viele Taiwaner blicken skeptisch auf dieses Treffen und auf den Annäherungskurs an China. Und das mit gutem Grund: Es mag nachvollziehbar sein, dass China seine territorialen Ansprüche verteidigt und auf Wiedervereinigung dringt.

Und es stimmt, dass beide Seiten historisch wie kulturell eng zusammengehören. Doch in Taiwan geht es mittlerweile um mehr als Nation und historische Rivalitäten. Es geht um Demokratie und Freiheit. Taiwan ist ein demokratischer Musterstaat in der Region. Eine Insel, welche die von Chiang Kai-shek errichtete Diktatur abgeschüttelt hat.

Wiedervereinigung mit Peking – ein Horror für Taiwan

In Taiwan funktioniert das Spiel der Parteien, die Presse ist frei, die liberale Bürgergesellschaft aktiv und bunt, zur Zeit wird über die Homo-Ehe diskutiert. Die westliche Welt müsste Taiwan lieben für das, was es ist. Stattdessen führt die Insel ein Schattendasein, ist international isoliert, nur von wenigen Staaten anerkannt.

Die meisten Menschen im Westen wissen noch nicht einmal, dass die Taiwaner in der vielleicht liberalsten Demokratie in Ostasien leben, dass es ein demokratisches China gibt. Den Taiwanern selbst ist das allerdings sehr bewusst, und es bedeutet ihnen viel. Die Annäherung an China, die – so der Wunsch Pekings – eines Tages in eine Wiedervereinigung münden soll, ist für viele ein Horror.

Peking wirbt und versucht zu beruhigen, schlägt ein flexibles System vor. Ein Land, zwei Systeme. Das ist die Formel, die in Hongkong gilt. Das heißt: Taiwan würde zu China gehören, könnte aber einen hohen Grad an Autonomie behalten, also etwa demokratische Wahlen durchführen und ähnliches.

Taiwan muss hoffen, den Status Quo beizubehalten

Doch genau der Blick nach Hongkong sollte eine Warnung sein. In Hongkong zeigt Peking, dass es auf Dauer liberale Systeme und Freiheit auf chinesischem Boden nicht akzeptiert. Nach nur 18 Jahren ist Hongkongs Autonomie schon ausgehöhlt. Der lange autoritäre Arm Pekings greift immer weiter durch in der Stadt. Seit den Regenschirmprotesten vor einem Jahr ist auch klar, dass die Kommunisten – anders als 1997 versprochen – keine echte Demokratie erlauben werden.

Und so sollten sich die Taiwaner gut überlegen, wie sie die freundlichen Worte des starken Mannes aus Peking interpretieren. Ein Narr, der den chinesischen Kommunisten vertraut, wenn es um die Freiheit geht. Eine Mehrheit der Taiwaner scheint das zu ahnen. Im Januar finden Wahlen auf der Insel statt. Laut Umfragen könnte die deutlich China-kritischere Demokratische Fortschrittspartei gewinnen. Mit dem Schmusekurs von Ma dürfte es dann vorbei sein.

Das Beste, was für Taiwan in diesen Zeiten zu erreichen ist, wäre der Erhalt des Status Quo: Frieden und Wirtschaftsaustausch mit dem Festland, ein Verzicht auf die formale Unabhängigkeit, aber auch politische Distanz zu Peking. Taiwan kann nur hoffen, dass sich Xi damit zufrieden gibt.

Redaktioneller Hinweis

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